Wie gesund sind gebrannte Mandeln?

Gebrannte Mandeln gehören für viele zu Weihnachtsmärkten und Jahrmärkten einfach dazu. Sie duften verführerisch, schmecken süß und wecken Kindheitserinnerungen. Doch wie gesund sind gebrannte Mandeln eigentlich? Die Antwort liegt – wie so oft – im Detail.


Das steckt in gebrannten Mandeln

Die Basis von gebrannten Mandeln sind Mandeln, und die haben es gesundheitlich in sich:

  • Reich an ungesättigten Fettsäuren
  • Gute Quelle für Eiweiß
  • Enthalten Vitamin E, Magnesium und Kalzium
  • Wirken sättigend und unterstützen Herz und Stoffwechsel

Das Problem liegt weniger in der Mandel selbst, sondern in der Zubereitung.


Zucker: der größte Gesundheitsfaktor

Beim „Brennen“ werden Mandeln in einer Mischung aus Zucker und Wasser erhitzt. Dadurch entsteht die typische karamellisierte Hülle. Das bedeutet:

  • Sehr hoher Zuckergehalt
  • Viele leere Kalorien
  • Schneller Anstieg des Blutzuckerspiegels

100 Gramm gebrannte Mandeln enthalten oft 450–500 Kalorien, davon ein großer Teil aus Zucker.


Sind gebrannte Mandeln ungesund?

Ganz klar: Nein – aber sie sind auch kein Gesundheitsfood.

Positiv:

  • Die Nährstoffe der Mandeln bleiben größtenteils erhalten
  • Fett und Eiweiß sorgen für etwas Sättigung

Negativ:

  • Viel Zucker
  • Hohe Kaloriendichte
  • Bei häufigerem Verzehr Risiko für Gewichtszunahme und Blutzuckerschwankungen

In großen Mengen oder regelmäßig verzehrt, sind gebrannte Mandeln daher eher ungünstig.


Gibt es gesündere Alternativen?

Ja, durchaus:

  • Naturbelassene Mandeln oder leicht geröstete Mandeln
  • Selbstgemachte Varianten mit weniger Zucker oder Honig
  • Gebrannte Mandeln mit Erythrit oder Kokosblütenzucker (in Maßen)

So lässt sich der Zuckergehalt deutlich reduzieren.


Fazit

Gebrannte Mandeln sind ein Genussmittel, kein gesundes Alltags-Lebensmittel. In kleinen Mengen und gelegentlich genossen, sind sie völlig unproblematisch – vor allem, weil Mandeln an sich viele wertvolle Nährstoffe liefern. Wer jedoch auf seine Gesundheit achtet, sollte sie eher als süße Ausnahme betrachten und nicht als Snack für jeden Tag.

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